In ihrer Sitzung vom 7. August 2026 hat die Regierung Montenegros den neuen Entwurf des Datenschutzgesetzes verabschiedet. Der Entwurf zielt darauf ab, das gültige Datenschutz-Rahmenwerk in Einklang mit dem EU-Standard zu bringen.
Für Unternehmen, die personenbezogene Daten erheben, verarbeiten oder speichern, führt die neue Gesetzgebung strengere Pflichten und eine erhöhte Aufsicht bezüglich des Umgangs mit Nutzerdaten ein.
Das neue Datenschutzgesetz stellt strengere Anforderungen an die Datenverarbeitung, die sowohl für den öffentlichen als auch für den privaten Sektor gelten. Organisationen werden verpflichtet, strengere Compliance-Maßnahmen anzuwenden und eine höhere Rechenschaftspflicht bei der Verwaltung personenbezogener Daten zu gewährleisten.
Darüber hinaus wurden die Pflichten der Verantwortlichen erweitert: Gemäß den neuen Regeln muss ein mutmaßlicher Verstoß gegen den Schutz personenbezogener Daten der zuständigen Behörde innerhalb von 72 Stunden gemeldet werden.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Schutz Minderjähriger: Für die Verarbeitung personenbezogener Daten von Kindern unter 16 Jahren ist künftig die vorherige Zustimmung der Eltern erforderlich.
Einer der wichtigsten Aspekte der neuen Regelung ist die Einführung erheblicher Geldbußen bei Verstößen, von 150 € bis zu 2.000.000 €, abhängig von der Schwere des Verstoßes.
Insgesamt zielt der neue Entwurf darauf ab, den Schutz personenbezogener Daten zu erhöhen und die Privatsphäre im digitalen Zeitalter zu stärken.